Sa., 30. Okt. | Berlin

"Das ungebundene Sehen" LUOKE CHEN

"Das ungebundene Sehen" LUOKE CHEN

Ausstellung

30. Okt., 17:00 – 28. Nov., 18:00
Berlin, Leonhardtstraße 16, 14057 Berlin, Germany

Informationen zum Besuch

Für den Besuch der Vernissage ist es erforderlich, dass der Nachweis einer vollständigen Impfung gegen das Corona-Virus erbracht wird und Genesene ebenfalls einen Nachweis ihrer Genesung erbringen (2G-Regelung). Herzlichen Dank für Ihr/Euer/Dein Verständnis 

Ausstellung vom 30.Oktober bis 28.November 2021: 

Donnerstag und Freitag von 14:00 bis 18:00 Uhr, Samstag von 11:00 bis 15:00 Uhr. Besuch bitte anmelden: kontor16berlin@gmail.com, luoke@luokechen.com

Der Künstler Luoke Chen, der seit Jahren zwischen der grünsten Industriestadt Nordrhein-Westfalens, als Lehrender an der Bergischen Universität Wuppertal, seinem Geburtsland Taiwan, mit dessen pulsierender Hauptstadt Taipeh, sowie den dramatischen Marmorschluchten des dortigen Taroko-Nationalparks unterwegs ist, ist auch ein Reisender der Wahrnehmung. Er nimmt uns in dieser Ausstellung mit auf eine solche Reise.

Seine Kunstwerke spiegeln Expressivität aber auch die daraus resultierende Ruhe wider. Über die traditionelle chinesische Tuschmalerei auf Papier, hin zu großformatigen Werken in Öl und Acryl, lösten sich auch die Konturen seiner Malerei immer mehr auf*, verwandelten sich. Akt und Landschaft verschmolzen, Pinselgestus und Farbe wurden eins. Luoke Chens Arbeiten streben das ungebundene Sehen an. Imagination, Idee, innere Gestaltung des Geistigen, Gegenstandslosigkeit, Nicht--Figurativität. Die Malerei verdichtet sich zur puren Geste und zum reinen Ausdruck der Farbe, weg von einer Geschichte, losgelöst, schwebend. Hier spielt es keine Rolle mehr, ob etwa der Mensch im Verhältnis zur Natur je eine Rolle spielte, alles ist ein Teil des einen. Während es dem Künstler um die Befreiung der Sinnesorgane geht, verlieren wir uns in einer Selbstaufgabe in der intensiven Betrachtung.

Gabriela Lademacher Kunsthistorikerin, Berlin 2021

*Zitat: Annamarie Anderson Galerie, Zürich, 2006, Raumkörper-Körperraum

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